Vor etwas über einem Monat zog die neu eröffnete Steinbrücke in Schwaz alle Blicke auf sich, nun folgt bereits das nächste zukunftsweisende Mobilitätsprojekt: Mit dem offiziellen Spatenstich für die neue Rad- und Fußgänger:innenbrücke zwischen Schwaz und Stans fiel am Montag, den 20. Oktober 2025, der Startschuss für den Bau einer wichtigen Verbindung im Osten der Stadt.
Die Planungen und Vorarbeiten zu diesem Projekt haben, wie jene für die Steinbrücke, schon weitaus früher begonnen. Bereits vor einigen Jahren wurde im Rahmen der Erstellung des Radwegekonzeptes durch den Planungsverband Schwaz-Jenbach und Umgebung der Bau einer Gemeinden verbindenden Brücke mit einer hohen Priorität eingestuft. Nun kommt man auf diese Einstufung zurück und setzt dieses Projekt um.
Die Brücke soll künftig Radfahrer:innen und Fußgänger:innen eine sichere, attraktive und schnelle Überquerung des Inns ermöglichen. Finanziell gesehen umfasst das Projekt ein Volumen von 3,2 Millionen Euro. Dank hoher Fördergelder von Bund und Land im Umfang von 2,5 Millionen und zusätzlichen Volumina, die geltend gemacht werden können, bleiben für die Gemeinden Stans und Schwaz jeweils etwa 250.000 Euro übrig. Der Tourismusverband Silberregion Karwendel unterstützt die Gemeinden. Landeshauptmann-Stellvertreter Philip Wohlgemuth betonte die Wichtigkeit solcher Projekte: „Diese Maßnahmen zeigen, dass nachhaltige Mobilität nicht nur ein Schlagwort, sondern gelebte Realität sein kann. Jede neue Verbindung für Radfahrer:innen und Fußgänger:innen trägt dazu bei, dass klimafreundliche Fortbewegung attraktiver wird. Mit der neuen Brücke zwischen Schwaz und Stans setzen wir ein starkes Zeichen dafür, dass Land, Gemeinden und Bevölkerung gemeinsam Verantwortung für die Zukunft übernehmen.“
Mit dem Spatenstich starten nun offiziell die Bauarbeiten. Die neue Radfahr- und Fußgänger:innenbrücke wird auf Schwazer Seite im Bereich hinter dem Bootshaus der Feuerwehr an die bestehende Infrastruktur anschließen, auf Stanser Seite erfolgt die Anlandung im Bereich des Sägewerks Mair. Damit entsteht eine direkte, gut erreichbare Verbindung zwischen den beiden Gemeinden, die sowohl für den Alltagsverkehr als auch für Freizeitnutzer:innen eine deutliche Verbesserung bringen wird. Aufgewertet wird dadurch aber auch ein ganzer Schwazer Stadtteil, so Bürgermeisterin Victoria Weber: „Hier entsteht ein weiteres Projekt, das besonders den Schwazer Osten aufwertet, aber letztlich der gesamten Stadt und Region zugutekommt. Diese Brücke wird nicht nur Wege verkürzen, sondern vor allem Verbindungen schaffen. Ich freue mich, dass wir in Schwaz erneut zeigen können, wie gut vorausschauende Planung, Kooperation und nachhaltige Investitionen zusammenspielen.“
Mit dem Gemeinschaftsprojekt setzen die Gemeinden Schwaz und Stans ein starkes Zeichen für Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinweg. Für die Realisierung der Brücke arbeiten beide Kommunen eng mit dem Wasserverband Hochwasserschutz Mittleres Unterinntal zusammen. Bürgermeister von Stans, Michael Huber, zugleich Obmann des Wasserverbandes, betonte die gute Abstimmung zwischen allen Beteiligten: „Das Projekt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn Gemeinden, Verbände und das Land an einem Strang ziehen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt Schwaz war von Anfang an konstruktiv, lösungsorientiert und von einem klaren gemeinsamen Ziel getragen: eine sichere, funktionale und zukunftsweisende Verbindung für die Menschen in unserer Region zu schaffen.“
Auch Gemeinderat Hermann Weratschnig, Mobilitätsreferent der Stadt Schwaz, sieht in der neuen Brücke einen zentralen Baustein für die nachhaltige Verkehrsentwicklung der gesamten Region: „Diese Brücke ist ein wichtiger Bestandteil des regionalen Radwegekonzepts und schließt eine Lücke im bestehenden Netz. Solche Projekte sind entscheidend, um die aktive Mobilität weiter zu stärken und den Menschen echte Alternativen zum Auto zu bieten. Die neue Brücke steht sinnbildlich für die Mobilität der Zukunft – leise, effizient und klimafreundlich.“
Mit dem Spatenstich ist nun der offizielle Baustart erfolgt, die rund 100 Meter lange und drei Meter breite Brücke, die mit nur einem Brückenpfeiler auskommt, wird voraussichtlich bis zum 30. Juni 2026 fertiggestellt. Zahlreiche Sperren oder etwa ein eigenes Verkehrskonzept, wie bei der Steinbrücke, sind hier nicht notwendig. Lediglich der Radweg von der Archengasse (Schwaz) bis zur Firma Darbo (Stans) wird für die Zeit der Bauarbeiten gesperrt, eine Umleitung wird eingerichtet.