Beitrag vom 02.10.2025

Gedenktafel eingeweiht

Für Schwazer Euthanasieopfer

Am 02. Oktober wurde in den Arkaden im Stadtpark eine Gedenktafel zu Ehren der Euthanasieopfer aus Schwaz unter feierlichen Worten von Bürgermeisterin Victoria Weber, Kulturreferentin STRin Iris Mailer-Schrey und Dekan Martin Müller offiziell eingeweiht.

Die Arkaden im Stadtpark sind zum Teil künstlerisch gestaltet, zum Teil aber sind sie alte Grabmäler. Seit 2. Oktober 2025 erinnert eine Arkade an die Euthanasie-Opfer des Nationalsozialismus: auf einer Gedenktafel stehen die Namen jener zwölf Menschen aus Schwaz, die in den Jahren 1940 bis 1942 ermordet wurden.

Das unter „Aktion T4“ bekannte Euthanasie-Programm war eine frühe Phase der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik; Hilfsbedürftigen wurde der Wert des Lebens aberkannt. Im Zuge dessen wurden auch zwölf Menschen aus Schwaz ermordet. 

Die Angehörigen blieben über das Schicksal ihrer Mitmenschen oft im Ungewissen und hatten keinen Ort zur Trauer.

Am 2. Oktober wurde die Gedenktafel unter feierlichen Worten von Bürgermeisterin Victoria Weber, Kulturreferentin STRin Iris Mailer-Schrey und Dekan Martin Müller offiziell eingeweiht. Auch Angehörige der Euthanasie-Opfer waren bei der Gedenkfeier anwesend und haben nun die Möglichkeit, ihren verstorbenen Angehörigen an diesem Ort zu gedenken.

Die Wandmalerei oberhalb der Gedenktafel stammt von Johann Ertl, einem Schwazer Künstler, der aufgrund seiner ärmlichen Lebensumstände auch oft “vergessen” und nicht genug gewürdigt wird. 

Folgenden Opfern wurde die Tafel gewidmet: 

Johann Erlacher, Thomas Fröhlich, Franz Hochmuth, Alois Hörhager, Franz Lechner, Maria Mair, Aloisia Margreiter, Johann Nolf, Karolina Prockl, Franz Stadler, Alfred Wagner, Rudolf Wagner