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Eigenkompostierung

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Für Gartenbesitzer ist es besonders zielführend, die Bioabfälle aus der Küche gemeinsam mit Grasschnitt und vor allem Strukturmaterial aus zerkleinertem Baum- und Strauchschnitt selbst zu kompostieren und dann den nährstoffreichern Kompost wieder dem eigenen Garten zuzuführen – für üppige Blumenpracht, knackiges Gemüse und ertragreiche Obsternte!

Andererseits sollte der Schritt gut überlegt sein, die organischen Abfälle aus Küche und Garten auf eigenem Grund selbst zu kompostieren. Eigenkompostierer müssen über einen geeigneten Standort und ausrechend Zeit und Lust zur Gartenarbeit verfügen. So macht zB Eigenkompostierung keinen Sinn, wenn der Garten zu klein ist, dass der hergestellte Kompost nicht wieder eingesetzt werden kann. Die Absicht, nur selbst zu kompostieren, um sich die Gebühr für die Bioabfallabfuhr zu ersparen, ist nicht zielführend und auf Dauer unbefriedigend.

Standort für die Eigenkompostierung

  • Der Kompostplatz sollte nicht zu weit vom Haus entfernt und auf einem Weg erreichbar sein.
  • Ideal ist eine windgeschützte, halbschattige Lage unter Bäumen, Sträuchern oder höheren Nutzpflanzen. Vollschatten an der Nordseite von Gebäuden ist ungünstig, da hier speziell in den kalten Jahreszeiten die nötige Wärme für die Kompostierung fehlt.
  • Im optimalen Fall wird eine Fläche von 3-4 m² pro 100 m² Nutzfläche bemessen, damit drei Unterteilungen des Kompostplatzes vorhanden sind: Eine zum Sammeln, eine zum Verrotten, eine zum Lagern.
  • Ausreichende Entfernung und ein Sichtschutz zum Nachbarn wird unbedingt empfohlen.

Anschaffung / Selbstbau des Komposters

  • In Kleingärten werden bevorzugt Kompostbehälter aus Holz, Drahtgitter, Ziegel oder Kunststoff verwendet.
  • Bei größeren Gärten kann eine ca. 1,5 m breite Kompostmiete mit beliebiger Länge angelegt werden.

Generell gilt:

  • Für ausreichend Luftzufuhr sorgen
  • Das Rottegut vor Austrocknung und übermäßiger Nässe schützen (Abdeckung)
  • Die Möglichkeit des Füllens, Entleerens und Bearbeitens möglichst einfach gestalten
  • Den Komposter mit dem Boden in Kontakt bringen
  • Das Rottegut abdecken, damit kein Getier angelockt wird

Aufsetzen der Bioabfälle

  • Zur Belüftung als erstes eine ca. 20 cm dicke Schicht an zerkleinertem, holzigem Material in den Kompostbehälter legen
  • Als Kompoststarter eine dünne Schicht an Erde aufbringen
  • Nach und nach vermischte Bioabfälle aus Haushalt und Garten einfüllen und flächig verteilen. Je vielfältiger die Mischung der Bioabfälle ist, desto besser wird der Kompost!
  • Zur besseren Luftzirkulation alle 15-20 cm etwas holziges Material einbringen. Ein kleiner Vorrat an Häckselgut neben dem Kompostbehälter ist dafür sehr praktisch.
  • Gelegentlich kann eine Hand voll Erde oder Gesteinsmehl eingestreut werden, um die Rotte zu beschleunigen und Gerüche zu binden.

Umsetzen der Bioabfälle

  • In der Regel erfolgt das erste Umsetzen des Komposthaufens vier bis sechs Wochen nach Befüllung des Behälters. Dabei wird das Material gelockert, belüftet und durchmischt – die äußeren Schichten gelangen in das Innere und umgekehrt. Durch das Umsetzen wird die Temperatur geregelt.
  • Durch Zugabe von trockenem, holzigem Material oder Bewässerung kann auch die Feuchtigkeit geregelt werden.
  • Austrocknung führt zu einem Rückgang der Mikroorganismen und so zur Verzögerung der Kompostierung.
  • Vernässung führt mangels Sauerstoff zu unerwünschter Fäulnis und Geruchsentwicklung.
  • Je nach Reifegrad (Dauer der Eigenkompostierung) kann der Frischkompost (nach 3-6 Monaten) als Mulchmaterial und der Fertigkompost (nach 6-12 Monaten) als vollwertiger Dünger verwendet werden.

Verwendung des Fertigkompostes
Der Kompost gibt die Nährstoffe langsam ab, sodass es bei Ausbringung der empfohlenen Mengen zu keiner Überdüngung kommt. Aus diesem Grund kann Kompost praktisch über das ganze Jahr (außer bei gefrorenem und schneebedecktem Boden) im Garten verwendet werden. In der Regel wird durch die Düngung mit Kompost der jährliche Nährstoffbedarf im Garten abgedeckt. Tipps zur richtigen Kompostanwendung finden Sie hier auf der Tiroler Kompost-Homepage.

 

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