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Baustellenabfälle

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Bei sämtlichen Baumaßnahmen, besonders jedoch bei Abbrucharbeiten, fallen erhebliche Mengen an Abfällen an. Große Teile der Baustellenabfälle sind verwertbar und damit wieder sinnvoll einsetzbar.

Die Recycling-Baustoffverordnung (BGBl. II Nr. 181/2015) hat das Ziel, möglichst viele Bauabfälle einer Wiederverwendung zuzuführen (Kreislaufwirtschaft) und den Verbrauch an neuen Rohstoffen zu reduzieren (Materialeffizienz). Der Bauherr ist für die Einhaltung der Maßnahmen verantwortlich. Die einschlägigen Bau- und Abbruchfirmen übernehmen diese Aufgaben jedoch mit ihren entsprechend ausgebildeten Mitarbeitern gerne.

Abbrucharbeiten müssen als „Rückbau gemäß ÖNORM B 3151“ durchgeführt werden:

  • Für sämtliche Baumaßnahmen (Abbruch, Umbau, Renovierung, Instandhaltung usw.), bei denen über 100 t Bau- und Abbruchabfälle (ausgenommen Bodenaushubmaterial) anfallen, ist eine Schad- und Störstofferkundung durchzuführen. Diese Schwelle wird bereits beim Abbruch eines Einfamilienhauses überschritten.
  • Die Schad- und Störstofferkundung sowie die Erstellung eines Rückbaukonzepts haben durch eine rückbaukundige Person zu erfolgen. Die einschlägigen Bau- und Abbruchfirmen haben entsprechend ausgebildete Mitarbeiter. Bei Baumaßnahmen über 3500 m³ Rauminhalt hat dies eine Fachanstalt durchzuführen.
  • Die Dokumentation des Rückbaus muss auf der Baustelle aufliegen und ist dann sieben Jahre lang aufzubewahren.

  • Bauteile und Materialien, die wiederverwendbar sind, sollen auch wiederverwendet werden. Dazu sind die (im Rückbaukonzept) für den Rückbau festgelegten Hauptbestandteile voneinander zu trennen.
  • Schadstoffe (zB gefährliche Abfälle wie Asbestzement, teerhaltige Abfälle usw.) und Störstoffe (zB gipshaltige Abfälle) sind zu entfernen, vor Ort voneinander zu trennen und einer ordnungsgemäßen Behandlung zuzuführen.

Richtig Rückbauen – so geht’s:

  • Entrümpelung vor Rückbau
  • Schad- und Störstofferkundung veranlassen (rückbaukundige Person/Fachanstalt)
  • Rückbaukonzept verfassen (rückbaukundige Person)
  • Entfernung der Schad- und Störstoffe, Trennung vor Ort
  • Bestätigung des Freigabezustandes
  • Trennpflicht der Hauptbestandteile gemäß Rückbaukonzept. Nachgefragte wiederverwendbare Objektteile sind einer Verwendung zuzuführen
  • Dokumentation

Baustellenabfälle vorschriftsgemäß und kostensparend entsorgen

Die richtige Abfalltrennung kann eine enorme Ersparnis bei den Entsorgungskosten bewirken, da viele Materialien wiederverwertet werden können. Dadurch wird jene Menge an Abfällen drastisch reduziert, die deponiert werden muss. Die Verwendung von Baustellenabfällen als Füllmaterial (zum Auffüllen des Bodens) ist nicht gestattet. Nur reiner Erdaushub darf für diese Zwecke verwendet werden.

Abfalltrennung auf der Baustelle – Stoffgruppen:

  • Bodenaushub
  • Betonabbruch
  • Asphaltaufbruch
  • Bauschutt
  • Problemstoffe, gefährliche Abfälle
  • Holzabfälle
  • Altmetalle (Schrott)
  • Kunststoffbauteile
  • Restmüll (verbleibender Mischmüll – „gemischte Baustellenabfälle“)
  • Verpackungsmaterialien (Verpackungen aus Kunststoff und Materialverbunden, Karton, Holz, Paletten, …)
  • Sonstige Abfälle (Styropor, biogene Abfälle, …)
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