Beitrag vom 12.01.2022

Neues Radverkehrskonzept

Nun wird sie präsentiert – die Grundlage, um die Infrastruktur für den Radverkehr in der Region Schwaz in den nächsten Jahren zu verbessern. Das Radverkehrskonzept des Planungsverbandes Schwaz-Jenbach und Umgebung zeigt wichtige Maßnahmen wie etwa vermehrte Innquerungen zwischen Schwaz und seinen Nachbargemeinden auf. Das Konzept soll in den nächsten 10 Jahren umgesetzt werden.

Bürgermeister Hans Lintner (links) und Bürgermeister Karl-Josef Schubert freuen sich über das ausführliche Radverkehrskonzept für die Region Schwaz-Jenbach und Umgebung.
Das Radverkehrskonzept beinhaltet konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Radinfrastruktur in der Region.

„Unser Ziel ist es in der Region rund um die Bezirkshauptstadt Schwaz die Radverbindungen so zu optimieren, dass den Bürger:innen ein Umstieg vom individuellen Autoverkehr auf das Rad einfacher ermöglicht wird“, erklärt der Schwazer Bürgermeister Hans Lintner, der gleichzeitig Obmann des Planungsverbandes Schwaz-Jenbach und Umgebung ist. „Gerade durch den E-Bike-Boom ist es heute leichter möglich, größere Strecken auf dem Rad zurückzulegen.“ Laut Mobilitätserhebung des Landes Tirol liegt der Radanteil im Planungsverband bei rund 6%. „Hier gibt es also Luft nach oben. Mit den Maßnahmen, die das Radverkehrskonzept aufzeigt, soll dieser Anteil in den kommenden Jahren wesentlich gesteigert werden“, bekräftigt Bürgermeister Lintner. „Verbessern wir die Infrastruktur, so werden zukünftig mehr Menschen das Rad als Fortbewegungsmittel in der Region nutzen“, ist Karl-Josef Schubert, Bürgermeister von Vomp, überzeugt.

Mehr Innquerungen in der Netzplanung

Im Radverkehrskonzept sind die Hauptrouten eines Radnetzes beidseitig entlang des Inns geplant. Dafür würde es eine neue, möglichst durchgängige Verbindung zwischen Weer, Pill, Schwaz und Buch benötigen. Weitere Querverbindungen müssten entstehen. Im Konzept werden Fahrradbrücken zwischen Buch und Jenbach, zwischen Stans und Schwaz im Bereich Interspar und eine Innquerung auf Höhe des Schwazer Schwimmbades vorgeschlagen. Ein weiteres Augenmerk sollte auf die gute Erreichbarkeit der Bahnhöfe in der Region gelegt werden. 

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Umsetzung der Maßnahmen

Das Konzept beinhaltet für alle elf Gemeinden eine Maßnahmenliste mit Prioritäten und Fristigkeiten. Die Maßnahmen reichen von einfachen Bodenmarkierungen bis hin zu aufwendigen Fahrradbrücken. In der Bezirkshauptstadt Schwaz ist etwa eine Fahrradstraße und Radfahren gegen die Einbahn in der Archengasse geplant, womit der Innradweg durchgängig wäre. In Jenbach soll in der Schalserstraße das Radfahren gegen die Einbahn ermöglicht und so eine direkte Ost-West-Verbindung geschaffen werden. Erste Maßnahmen sind bereits in Umsetzung, wie beispielsweise die Asphaltierung des Achenseeradweges im Bereich Fischl.
Für alle Maßnahmen wurde eine grobe Kostenschätzung vorgenommen, die bei etwa 19 Millionen Euro liegt. Das Land Tirol fördert diese Maßnahmen mit bis zu 70 Prozent der Kosten. Der Umsetzungszeitraum wird auf die nächsten zehn Jahre festgesetzt. 

Professionelle Planung

Der Planungsprozess des Konzeptes hat über sieben Monate gedauert. Unter der Federführung von Ewald Moser, dem Leiter der Stabsstelle Mobilität in der Bezirkshauptmannschaft Schwaz, und mit fachlicher Beratung eines Planungsbüros wurden Befragungen der Bevölkerung durchgeführt. Gleichzeitig haben sich Gemeindevertreter:innen aller elf Gemeinden des Planungsverbandes in die Konzeption eingebracht. Eine Online-Befragung hat rege Beteilung gebracht.

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