Beitrag vom 17.02.2020

Myriam Khouri ist die neue Stadtschreiberin der Silberstadt Schwaz

Seit 1993 vergibt die Stadt Schwaz in Zusammenarbeit mit dem Literaturforum Schwaz ein Aufenthaltsstipendium für herausragende junge Autorinnen und Autoren, die sich damit bei freier Kost, Logis und Taschengeld zwei Monate lang ausschließlich auf ihre Schreibarbeit konzentrieren können. Unter den StadtschreiberInnen finden sich auch internationale Literaturpreisträger.

Miriam Khouri mit Vertretern der Stadtgemeinde Schwaz und des Literaturforums Schwaz. | Bildnachweis: Dagmar Knoflach-Haberditz

MYRIAM KHOURI, 1986 in Heidelberg geboren, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Bildende Kunst und Psychoanalyse. Sie lebt in Wien und arbeitet als bildende Künstlerin und Autorin von Prosa, Lyrik und szenischen Texten. Sie publiziert in Kunst- und Literaturzeitschriften und hat etliche Stipendien erhalten, u.a. das Reisestipendium für Literatur des Bundeskanzleramtes 2018.

Myriam Khouri konnte in der Stadtschreiberauswahl mit einem äußerst spannenden, inhaltlich beklemmenden, sprachlich sehr präzis gearbeiteten Ausschnitt aus dem Romanprojekt Henriettes Fest die Jury überzeugen. Sie ist seit Mitte Jänner 2020 für zwei Monate in Schwaz.

 

ZUM LITERATURFORUM SCHWAZ
Nachdem das 1982 von Schwazer Autoren gegründete 1. Literaturforum schon 1986 seine Aktivitäten wieder eingestellt hatte, kam es im Sommer 1993 zu einer Neugründung des LITERATURFORUMS SCHWAZ, seit 1995 geleitet von  Mag. Hannes Köchl und Sigrid Resch. Heute gehören außerdem Eva Gasteiger-Janovsky, Willi Gösweiner, Florian Mühlegger, Margaritha Wanitschek zum Team. 

Seit 1995 führt das kleine, engagierte Team äußerst erfolgreich Literaturveranstaltungen durch – mit zahlreichen international renommierten SchriftstellerInnen ebenso wie mit weniger bekannten heimischen Autoren, denen ein „Forum“ geboten werden soll.
Das Literaturforum sucht seit jeher die fruchtbare Zusammenarbeit mit anderen Kultureinrichtungen in Schwaz. So gibt es Lesungen im Rahmen der Klangspuren, aber auch immer wieder Veranstaltungen in Kooperation mit der Eremitage, dem Museum der Völker und der Stadtbücherei Schwaz.

Dass das Stipendium sehr begehrt ist, zeigt die Tatsache, dass die Zahl der Bewerber von Jahr zu Jahr steigt – zuletzt waren es jeweils zwischen 100 und 150.  Besonders erfreulich ist es, dass sich viele ehemalige Schwazer Stadtschreiberinnen und Stadtschreiber inzwischen auf dem Buchmarkt etablieren konnten: So publizieren etwa Susanne Fritz, Radek Knapp oder Martin Amanshauer laufend, Thomas Lang – Stadtschreiber 2004 – gewann 2006 den Bachmann – Preis, und Markus Orths legte 2011 mit Die Tarnkappe einen weiteren Erfolgsroman vor.

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