Beitrag vom 01.12.2018

Großbrand im Altersheim St. Josef in Weidach

Am Freitagabend brach im Altersheim St. Josef ein Feuer im Dachstuhl aus. Die 51 Heimbewohner wurden zunächst in der Kapelle in Sicherheit gebracht, danach musste das gesamte Gebäude aufgrund starker Rauchentwicklung evakuiert werden. Fünf Senioren erlitten leichte Rauchgasvergiftungen. Zwei Feuerwehrmänner wurden im Zuge der Löscharbeiten verletzt.

Die Feuerwehr war am Samstag noch mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Primäre Aufgabe ist es, den Bewohnern des Heimes eine Zukunft zu geben. Der betroffene Trakt ist nicht bewohnbar, auch das restliche Gebäude ist durch Löschwasser und Brandrauch zum Teil kontaminiert und kann nicht ohne weiteres wieder genutzt werden.

Ein großer Glücksfall war es, dass das Krankenhaus Schwaz zum Wochenende hin imstande war, derart viele Betten für die obdachlosen Bewohner frei zu haben. Unter der Woche hätte die Situation diesbezüglich sicherlich anders ausgesehen. Insgesamt 46 Bewohner des Altenheimes konnten so rasch untergebracht werden. Im Zuge des Einsatzes wurden 13 Patienten im Krankenhaus Schwaz versorgt. Mehrere Bewohner des Heimes, die mit bekannten Vorerkrankungen eingeliefert wurden, werden stationär aufgenommen. Ein großer Dank den diensthabenden Oberärzten und Pflegern sowie der Leitung des Schwazer Krankenhauses, die damit die Arbeit der Einsatzleitung maßgeblich erleichtert haben.

Die längerfristige Unterbringung der Patienten wird voraussichtlich in Innsbruck erfolgen. Die Innsbrucker Sozialen Dienste (ISD) haben ein ganzes Stockwerk eines Altenwohnheimes derzeit leer stehen. Nach derzeitigem Stand der Dinge können dort mindestens 30 Bewohner samt Pflegepersonal untergebracht werden. Die Verlegung sollte bis Sonntagabend (02.12) abgeschlossen sein, damit das Krankenhaus Schwaz ab Montag wieder neue Patienten aufnehmen kann. Zwischenzeitlich hat auch die Begehung mit einem Statiker stattgefunden. Das Dachgeschoß sowie das darunterliegende 3. Obergeschoß sind wegen der Instabilität gesperrt. Die darunterliegende Betondecke wird eventuelle Einstürze der Brandreste standhalten.

Die Zimmereien Haim/Terfens und Wegscheider/Pill sowie die Spenglerei Schuster/Vomp konnten mit einer provisorischen Abdichtung des Daches beauftragt werden. Unterstützung erhalten sie dabei von der Firma LKW Mauracher/Pill, die den größten Kran mit einer Reichweite von über 50 Metern vor Ort hat. Damit sollte es bis Samstagabend möglich sein, das Dach mit Planen und Hilfskonstruktionen soweit abzudecken, dass der erwartete Regen kein Problem mehr darstellt.

Abschließend möchte sich Bürgermeister Dr. Hans Lintner, Leiter der Einsatzgruppe, recht herzlich bei allen eingesetzten Kräften für ihre professionelle Arbeit bedanken. Ohne diese freiwilligen Strukturen, die binnen Minuten enorme Mannschaften zur Verfügung stellen können wäre es nicht möglich gewesen, diese Großschadenslage zu bewältigen.

Beitrag Tirol Heute

Fotos: Armin Graf, Zoom Tirol

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