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Schwaz.at / Umwelt & Forst / Ausschuss für Landwirtschaft & Forst
Ausschuss für Landwirtschaft und Forst
Ansprechpartner im Rathaus
Gottfried Anfang
Tel: 05242/6960-315
Fax: 05242/6960-400
Erreichbar im Rathaus
jeden Freitag von 08.00 bis 10.00 Uhr
Franz Egger: “Im Land- und Forstwirtschaftsausschuss gibt es nicht die ganz großen Projekte wie in einigen anderen Ausschüssen derzeit. Wir sehen unsere Aufgabe vor allem darin, bei allen Entscheidungen, die in der Stadtgemeinde getroffen werden, die Interessen der Landwirtschaft zu Gehör zu bringen und dafür zu sorgen, dass auch in Zukunft bäuerliche Betriebe in Schwaz die Möglichkeit haben, zu überleben.”
Zur Person
“Ich bin seit 1998 im Gemeinderat und als Obmann des Land- und Forstwirtschaftsausschusses tätig, seit 9 Jahren bin ich Ortsbauernobmann. Obwohl ich erst seit kurzem im Gemeinderat bin, konnte ich doch aufgrund meiner Tätigkeit für die Schwazer Bauern in den Bereich langsam hineinwachsen. Allerdings ist mir die Entscheidung, für den Gemeinderat zu kandidieren, nicht ganz leicht gefallen, da ich selber Vollerwerbsbauer bin. Die Tätigkeit ist nur möglich, weil meine ganze Familie mithilft. Mein Anliegen bei der Arbeit für die Stadtgemeinde ist, die Interessen der Bauern im Gemeinderat zu vertreten und die bäuerliche Kultur in Schwaz zu erhalten. Ich sehe mich dabei als Vertreter aller und versuche, überall mitzudenken, ich bin als Bauer ja selber Wirtschafter, sprich Unternehmer und gleichzeitig Arbeiter. Gerade uns Bauern holt der Umgang mit der Natur oft auf den Boden der Tatsachen zurück und es ist mir daher ein großes Anliegen, bei meiner Arbeit immer wieder darauf hinzuweisen, dass in der Natur nicht alles machbar ist und sich der Wert von Grund und Boden für uns nicht nur dadurch bestimmt, welcher Preis am Markt erzielt werden kann.”
Schwerpunkte
Raumordnungskonzept
Ein großer Teil der Arbeit im Ausschuss entfiel in letzter Zeit auf Verhandlungen rund um das Raumordnungskonzept. Ziel dabei ist, zusammenhängende landwirtschaftliche Grundstücke auch für die Zukunft zu erhalten, so dass das Überleben der Bauern gesichert ist.
Die Naherholungsgebiete
Ein Bereich, der alle Schwazer und Schwazerinnen betrifft, ist die Arbeit, die die Bauern für die Erhaltung und Pflege der Naherholungsgebiete leisten.
Innovationen
Eine wichtige Aufgabe des Ausschusses sehen wir darin, Innovationen zu fördern und damit das Überleben bäuerlicher Betriebe zu sichern. Die Stadtgemeinde Schwaz stellt dabei Mittel zur Verfügung, um den Arbeitsplatz Bauernhof zu erhalten. An landwirtschaftlichen Förderungen gibt es zum Beispiel eine Bewirtschaftungsprämie für Steilflächen und Bioförderung.
Weiderechte
Sehr lange beschäftigt hat den Ausschuss die Problematik der Weiderechte. Seit 30 Jahren wird versucht, den Wald in Schwaz durch die Bereitstellung von Ersatzweiden von Weiderechten frei zu bekommen. Im Sommer 1999 wurden die Verhandlungen abgeschlossen, leider konnten noch nicht alle Maßnahmen umgesetzt werden, weil ein Teil der neuen Weiden im Bereich Eiblschrofen liegt.
Ein großes Vorhaben ist auch das “Forstwirtschaftliche Projekt Lahnbach”, wo es um die Erhaltung bzw. Verjüngung des Schutzwaldes geht. Dieses Projekt hat eine Laufzeit von 20 Jahren und wird von Bund und Land gefördert.
Statistik
In Schwaz gibt es derzeit 68 bäuerliche Betriebe, 15 davon sind Vollerwerbsbauern. Die meisten davon wollen auch Bauern bleiben.
Der forstwirtschaftliche Betrieb der Stadt Schwaz umfasst 500 ha Wald. Jährlich werden ca. 1.400 fm Holz eingeschlagen und verkauft. Für die im Stadtwald anfallenden Arbeiten sind im Sommer zwei Forstfacharbeiter beschäftigt.