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Schwaz.at / Stadtverwaltung / Recht und Sicherheit / Dr. Walter Waizer-Stiftung
Aktuelles und Interessantes zur Dr. Walter Waizer-Stiftung.

Dr. Walter Waizer, der am 31. März 1998 verstorbene Ehrenbürger der Stadt Schwaz, hat in seinem Testament die Errichtung einer mildtätigen Stiftung zum Zweck, bedürftigen alten Menschen, die in der Stadt Schwaz den ständigen Wohnsitz haben, und behinderten Menschen, die in der Stadt Schwaz den ständigen Wohnsitz haben, Hilfe zu gewähren, angeordnet:
Dr. Walter Waizer-Stiftung
Das Vermögen der Stiftung beträgt rund 5,5 Mio. Euro und besteht vor allem aus Wohnungen, Geschäftslokalen und Anteilen an den Stubaier Gletscherbahnen.
Organe der Stiftung sind der Stiftungsvorstand, der aus 3 Personen besteht, und der Stiftungsbeirat.
Vorstand:
Mitglieder des Stiftungsvorstandes sind – nach der Vorgabe des Stifters – der jeweilige Bürgermeister der Stadt Schwaz als Vorsitzender, weiters ein Mitglied des Sozialausschusses der Stadt Schwaz und eine weitere Person, welche über Vorschlag des Vorsitzenden durch Beschluss zu bestellen ist.
Hauptaufgabe des Vorstandes ist, die jährlichen Erträgnisse des Stiftungsvermögens – etwa € 200.000,– (nach näheren Vorgaben des Stifters) an die Begünstigten auszuschütten.

im Bild von links:
Frau VBGM Margit Knapp, Bürgermeister Dr. Hans Lintner, Notar i.R. Dr. Anton Thurner
Beirat:
Zur Beratung des Stiftungsvorstandes wurde über Wunsch von Bürgermeister Dr. Hans Lintner ein Stiftungsbeirat bestellt, der jährlich zu einer Sitzung einberufen wird.
Die Aufgabe des Stiftungsbeirates besteht darin, dem Stiftungsvorstand Vorschläge bezüglich der Zuerkennung der Stiftungsgenüsse zu unterbreiten und bei der Projektentwicklung durch die Stiftung zu beraten.
Der Stiftungsbeirat setzt sich zumindest aus folgenden Mitgliedern zusammen:
weitere (zusätzliche) Mitglieder können durch Beschluss des Stiftungsvorstandes in den Beirat aufgenommen werden.
Haus der Generationen
Die Waizer-Stiftung investiert ins „Haus der Generationen“, das am Areal des ehemaligen Gasthof Schnapper errichtet wird. Die Stiftung kauft einen Großteil des Parterre. Darin siedeln sich u.a. ein Gasthaus, ein Geschäftslokal und die Schwazer Seniorenstube an. Ein Teil der neuen Wohnungen ist für Senioren bestimmt, die in ihrem Domizil auch betreut werden.
Von ERWIN F. SCHWAIGER, TT – 04.11.2006
Schwazer Haus der Generationen ist Modellfall
Senioren, Jungfamilien sowie Betreuungs- und Serviceeinrichtungen unter einem Dach: Das macht das Schwazer Haus der Generationen zum Modellfall. Caritasdirektor Georg Schärmer sieht im Haus der Generationen ein in ganz Mitteleuropa einzigartiges Projekt: “In diesem Haus könnte eine neue Form der gelebten Großfamilie über die Familienbande hinaus wachsen.” Und Caritasgeschäftsführer Bernhard Hopfgartner sieht darin “eine Kampfansage an das Nebeneinander in der Gesellschaft”.
In Schwaz erfolgte am Freitag 3. November 06 der Spatenstich. Am so genannten Schnapper-Areal in unmittelbarer Nachbarschaft zum regionalen Altenwohnheim errichtet der gemeinnützige Bauträger Tiroler Friedenswerk 13 Wohnungen für Jungfamilien und 15 Wohnungen für Senioren, die darin eine nach ihren Bedürfnissen maßgeschneiderte Betreuung in Anspruch nehmen können. Eine allgemein offene Seniorenstube, ein Kinderhort mit zwei Gruppen, ein Geschäft und ein Cafe sowie neue Räumlichkeiten für den Gesundheits- und Sozialsprengels werden dem ganzen Stadtviertel Impulse geben. 6,5 Mio. Euro werden investiert.
Das Tiroler Friedenswerk, die Stadt Schwaz, die Caritas und die Dr. Walter Waizer-Stiftung sind Projektpartner. Die Caritas führt das Haus der Generationen, die Fäden laufen beim Leiter Andreas Cia zusammen. Ein Beirat, in dem die Caritas, das Friedenswerk und für die Stadt Schwaz Herwig Pichler und Sozialreferentin Ingrid Schlierenzauer vertreten sind, begleitet das Projekt.
Im Herbst 2008 sollen die ersten Bewohner ins Haus der Generationen ziehen.
© Tiroler Tageszeitung 2006 – http://www.tt.com/club/
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“Waizer Martal” am Loassattel
IM NETZ
Ausgabe: Unterland vom 24.2.2007
Unterland vom 24.2.2007
Walter Waizers Millionen-Vermögen für Alte und Behinderte
Stifter sorgt für Schwazer Geldregen
Von ERWIN F. SCHWAIGER
Bis zu 250.000 Euro Stiftungserträge fließen jedes Jahr in Soziales. Ehrenbürger Walter Waizer hat 5,5 Mio. Euro vermacht. Das Vermögen wird teilweise neu veranlagt.
SCHWAZ. “Die Waizer-Stiftung erweist sich als ein wahrer Segen für die Silberstadt”, bekräftigt BM Lintner, der der Stiftung vorsteht. Allein die mitvermachten Anteile an den Stubaier Gletscherbahnen bzw. an der Winter Tirol AG werfen aktuell 166.332 Euro ab. In Summe kann die Stiftung heuer 230.000 bis 250.000 Euro ausschütten.
Wohltäter geehrt
Wer ist der Wohltäter? Walter Waizer legte im Swarovski-Konzern die Basis, dass das Tyrolit-Werk heute Weltgeltung hat und größter Arbeitgeber in Schwaz ist. Ehrenbürger Waizer starb 1998 und ordnete eine Stiftung mit 5,5 Mio. Euro Vermögen an. Die Erträge müssen bedürftigen alten Menschen mit ständigem Wohnsitz in Schwaz und Behinderten in der Silberstadt zugute kommen. Heuer liegen etwa 70.000 Euro im Waizer-Sozialfonds, der für Einzel- und Soforthilfen gedacht ist. Der große Rest auf etwa 250.000 Euro gilt Projektförderungen (z.B. für Lebenshilfe, Selbstbestimmt Leben). Heuer sind u.a. 100.000 Euro als zweite Tranche für Umbau und Sanierung des Marienheims vorgesehen. “Ohne Waizer-Stiftung wäre das nicht möglich”, sagt Stadtjurist Arnold Thurner.
Haus der Generationen
Ein großer Brocken des Stiftungsvermögens – 1,180.000 Euro – werden im Jahr 2007 neu veranlagt. “Die Waizer-Stiftung bringt sich ins Schwazer Haus der Generationen ein, erwirbt dort Immobilien und vergibt sie zu Marktpreisen. Der Ertrag wird dem Stiftungszweck gemäß verwendet”, betont Thurner.
Die Entscheidungen in der Waizer-Stifung trifft der Vorstand (BM Lintner, Notar Anton Thurner, VBM Margit Knapp). Unterstützend wirken neun Beiräte. Die Vermögensverwaltung besorgt die Stadt Schwaz unter Mithilfe die Sparkasse Schwaz und Immobilienexperten.
Seit 1. Jänner gibt es in Schwaz die Walter-Waizer-Straße
© Tiroler Tageszeitung 2007 – http://www.tt.com/club/
Aktuelles von der Dr. Walter Waizer-Stiftung — 2009
Die von Dr. Walter Waizer, Ehrenbürger der Stadt Schwaz, ins Leben gerufene, mildtätige Stiftung ist nunmehr seit Jahresmitte auch grundbücherliche Eigentümerin des ganzen Erdgeschoßes (mit Ausnahme des “Dorfladens”) des Hauses der Generationen in der Falkensteinstraße.
Zu diesen neuen Immobilien, die mit März 2009 ihren Betrieb aufgenommen haben, gehört das – bereits allseits beliebte – „Gasthaus Falkenstein”, die Seniorenstuben samt Seminarraum, die großzügigen Räumlichkeiten des Gesundheits- und Sozialsprengels Schwaz und Umgebung sowie die Räumlichkeiten des Schülerhorts des Tiroler Sozialdienstes samt großem Bewegungsraum (Turnsaal).
Diese Ankäufe wurden durch Vermögensumschichtungen und die Aufnahme eines Darlehens finanziert und ermöglichten insgesamt erst den Bau des Hauses der Generationen, bei dem Senioren, Familien und Kinder unter einem Dach leben.
Die Mieterlöse aus dem Haus der Generationen betragen jährlich rund € 140.000,–, die Einnahmen aus sonstigen Immobilien jährlich rund € 60.000,– sowie die Einnahmen aus Unternehmensbeteiligungen (Stubaier Gletscher) jährlich rund € 140.000,–.
Diese Erträge werden nach den Vorgaben des Stifters mildtätig durch den ehrenamtlichen Dreier-Vorstand der Stiftung, BGM Dr. Hans Lintner, VBM Margit Knapp und Notar i.R. Dr. Anton Thurner, für bedürftige Senioren und behinderte Menschen jeweils mit dem Hauptwohnsitz in Schwaz vergeben.
Im heurigen Jahr ist der Sozialfonds der Stiftung bereits mit € 40.000,– dotiert worden (geplant € 70.000,–), die Barmherzigen Schwestern haben für den behindertengerechten Um- und Ausbau ihres Seniorenheimes im Weidach € 25.000,- erhalten, weiters eine Summe von kleineren Förderungen.
Der Sozialfonds unterstützt unbürokratisch Senioren und Behinderte aus Schwaz in schwierigen Lebenslagen (Ansprechpartner im Rathaus Herr Heinz Hupfauf) und hat für diese immer ein offenes Ohr. Ausgezahlt werden dabei kleinere Beträge, beispielsweise zum Ankauf einer neuen Waschmaschine, als Heizkostenunterstützung, zur Finanzierung von Zahnersätzen u.dgl.
Somit hat Dr. Walter Waizer als großer Gönner der Stadt Schwaz einen beachtlichen Beitrag zur Minderung von Armut in unserer Stadt geleistet.