Sozialstudie Schwaz
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Der Untertitel der “Sozialstudie Schwaz” umschreibt in kompakter Weise den Auftrag:
Entwicklung langfristiger Maßnahmen zur Umsetzung der sozialpolitischen Zielsetzungen der Stadt Schwaz.
Drei Perspektiven stehen im Vordergrund:
Leistungsangebote
Struktur der Anbieter-Landschaft
Finanzen
Ziel war es, möglichst viele Anbieter-Einrichtungen und Hauptakteure als wesentliche Träger der Sozialpolitik der Stadtgemeinde Schwaz in die Erarbeitung der “Sozialstudie Schwaz” einzubinden.
Vorgehen
Im November 1999 wurde B’VM, die Berater- und Servicegruppe für Verbände und Non Profit Organisationen GmbH, mit der externen Begleitung des Projektes “Sozialstudie Schwaz” beauftragt. B’VM übernahm die externe Projektleitung.
Eine vier Personen starke Steuerungsgruppe wurde eingesetzt. Aus deren Kreis übernahm Herr Heinz Hupfauf die Schwaz-interne Projektleitung.
Das Projekt “Sozialstudie Schwaz” wurde in drei inhaltlichen Phasen organisiert:
Projektvorbereitung:
Vor allem durch Studium von Selbstdarstellungen von Anbieter-Einrichtungen
Analyse:
Dabei stand die schriftliche Befragung von Anbieter-Einrichtungen und Einzelpersonen im Vordergrund, aber auch in die Tiefe gehende Einzelgespräche mit relevanten Akteuren der Sozialpolitik der Stadtgemeinde Schwaz. Die Analyse ist demnach ausschließlich anbieter-orientiert, ohne dass dies die Aussagekraft der “Sozialstudie Schwaz” maßgeblich beeinträchtigen würde.
Maßnahmenentwicklung
Auf Basis der ausgewerteten und von B’VM verdichteten Daten, die in den beiden vorhergehenden Phasen des Projekts erhoben wurden, erfolgte in intensiven Arbeiten der Steuerungsgruppe, großteils unter Begleitung durch B’VM , die Ausarbeitung von Maßnahmen, jeweils zu den drei Perspektiven:
- Leistungsangebote
- Struktur der Anbieter-Landschaft
- Finanzen.
Bei der Umsetzung des Projekts “Sozialstudie Schwaz” wurden der vorgesehene Zeitrahmen ebenso eingehalten wie der vereinbarte Auftragsrahmen.
Hauptergebnisse
Unser Gesamteindruck: Die Stadtgemeinde Schwaz zeichnet ein überdurchschnittlich hohes sozialpolitisches Engagement aus. Dies betrifft sowohl die offiziellen Stellen der Sozialpolitik, wie auch die Anbieter-Einrichtungen unter privater Trägerschaft.
Gleichzeitig signalisiert dieses Faktum ein offenkundiges Manko, das sich wie ein roter Faden durch die “Sozialstudie Schwaz” zieht:
Das dringende Bedürfnis nahezu aller Akteure der Sozialpolitik nach vermehrter, systematischer Koordination und Kommunikation (nicht eine eigene Person für Koordination und Kommunikation kann hierbei die Lösung sein, sondern die Schaffung einer sinnvollen, zieladäquaten Infrastruktur für Koordination und Kommunikation).
Dem Bereich Koordination und Kommunikation wird eine ganz bedeutende Stellung zukommen, um über diese Struktur-Maßnahme das Ergebnis und die Effizienz der Sozialpolitik in Schwaz aufrecht zu erhalten und zu forcieren.
Durchgängig und immer wieder wird die Wichtigkeit, ja Schlüsselposition des Sozial- und Wohnungsamtes betont, und dabei immer wieder die Stellung von Herrn Heinz Hupfauf als Leiter dieser Einrichtung.
Als Drehscheibe der Sozialpolitik kommt Herrn Heinz Hupfauf eine besondere Stellung zu: hohe Kompetenz, unschätzbare Erfahrung und großes Engagement.
Dieses Know-How einzubringen in notwendigerweise zu setzende Schritte zu vermehrter Koordination und Kommunikation zwischen den Hauptakteuren der Sozialpolitik wird sehr stark über den weiteren Erfolg der “Sozialstudie Schwaz” entscheiden.
Weitere Schlüsselpositionen nehmen der Sozialausschuss, der Sozialsprengel und Vertreter von Anbieter-Einrichtungen ein, die weit über die eigene Einrichtung hinaus den Blick und die gestaltende Perspektive der gesamten kommunalen sozialpolitischen Komponente widmen.
Sozialpolitische Prioritäten
Sämtliche Angebote aller acht Leistungsbereiche sind durchleutet und nach sozialpolitischen Prioritäten bewertet worden, und zwar unter einer Sichtweise, die über 5 Jahre reicht.
Das Ergebnis sind konkrete Zuordnungen zu den im Zuge der “Sozialstudie Schwaz” definierten drei sozialpolitischen Prioritäten zu jedem einzelnen Angebot.
Die Bewertung nach den drei sozialpolitischen Prioritäten ist als Auftrag an die Politik, nicht nur an die Sozialpolitik, zu verstehen.
Dieser Auftrag ist gleichzeitig eine Chance für Anbieter-Einrichtungen, weil sich die Politik jenen Bereichen zuwendet, in denen die Anbieter-Einrichtungen tätig sind – nicht um ihrer selbst willen, sondern im Auftrag von Kunden / Klienten – den Empfängern und den eigentlichen Begünstigeten der Sozialpolitik.
Kunden- / Klientenorientierung steht auch im Vordergrund der “Sozialstudie Schwaz”.
Begleitgruppe “Sozialstudie Schwaz”
Die “Sozialstudie Schwaz” bietet eine Basis und viele Grundlagen. Zur Fortsetzung der geleisteten Grundlagenarbeit steht im Zentrum der vorliegenden “Sozialstudie Schwaz” die Einsetzung einer sogenannten Begleitgruppe “Sozialstudie Schwaz”, wobei es mit der Einsetzung allein nicht getan ist. Wesentlich erscheint uns die entsprechende Ausstattung mit Ressourcen einer solchen Begleitgruppe: kompetenzmäßig, personell, also zeitlich, und damit den erforderlichen finanziellen Erfordernissen, um so auf der Basis des jetzt schon überdurchschnittlichen sozialpolitischen Engagements in der Stadtgemeinde Schwaz und auf den erarbeiteten Grundlagen der “Sozialstudie Schwaz”, aufzubauen.
Zur effektiven und effizienten Umsetzung der sozialpolitischen Zielsetzungen der Stadt Schwaz alles Gute, viel Erfolg allen Beteiligten an der Umsetzung der Studie.
Robert Francan, Projektleiter B’VM
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