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Sehenswürdigkeiten

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Die Pfarrkirche zu “Unserer lieben Frau” ist die größte gotische Hallenkirche Tirols. Ihr heutiges Aussehen verdankt sie dem berühmten Münchner Bildhauer Erasmus Grasser. Die Einweihung war 1502.

Das Kirchendach ist mit 15.000 Kupferplatten bedeckt. Augsburger Steinmetze errichteten unter dem Meister Konrad Vogi aus Frankfurt den “alten” Turm. Der Helm ist ein echtes Werk schwäbischer Kunst und erinnert an die geplanten Türme von St. Ulrich und Afra in Augsburg. Wegen des großen Bevölkerungszuwachses um 1490 musste die ursprünglich kleinere Pfarrkirche erweitert werden. So entstand die Besonderheit einer vierschiffigen Kirche mit zwei gleichrangigen Hauptschiffen (links für Bürger, rechts für Knappen). Im Stadtpark (dem ehemaligen Friedhof) befinden sich Arkaden, deren südlicher Teil im Krieg zerstört wurde.

Die Totenkapelle an der Nordseite des alten Friedhofes (jetzt Stadtpark) wurde 1504 begonnen. Sie besteht aus zwei Stockwerken. Im Erdgeschoß befindet sich die Michaelskapelle, im Oberstock die Veitskapelle. Sie beherbergt mit dem 1511 errichteten Altar von Christoph Scheller das prachtvollste Werk der Spätgotik, das in Schwaz erhalten geblieben ist (nur mit Führung zu besichtigen).

Das Palais Enzenberg wurde 1515 von Veit Jakob Tänzel erbaut. Am Hauptgebäude ist das Säulenportal besonders beachtenswert. Palais und Pfarrkirche sind durch einen Bogengang miteinander verbunden.

Die Lahnbachmauern: Die großen Steinmauern haben den Lahnbach gezähmt. Früher musste man fast regelmäßig mit Zerstörungen durch Überschwemmungen und Vermurungen rechnen. Ursprünglich konnte man auf ebenem Weg von der Stadtmitte über den Lahnbach ins “Dorf” (der Ortsteil am rechten Bachufer) gelangen. Inzwischen ist die kleine Kapelle am Lahnbach bereits die dritte übereinander am selben Platz. Nach dem letzten großen Ausbruch (1855) wurden die klobigen Mauern aus Granitsteinen errichtet.

Der neue Glockenturm wurde 1911 erbaut, um das Geläute aufzunehmen. Der Kirchturm hängt nämlich um mehr als einen Meter über und man befürchtete, dass sich durch das Läuten der schweren Glocken die Neigung verstärken würde. Über die größte Glocke (4480 kg) gibt es den Spruch: “Maximiliana heiß ich, alle Wetter weiß ich, für alle Wetter bin ich gut, wenn man mich nur läuten tut.” Sie wird auch heute noch bei drohenden Unwettern geläutet.

Das Alte Gericht war um 1550 Sitz der Meistersingerschule in Schwaz. Hans Sachs hielt sich 1513 in Schwaz auf. Der Meistersingersaal fiel 1944 einem Bombenangriff zum Opfer. Reste der Fresken sind auf Schloß Freundsberg im Heimatmuseum zu sehen.

Das Orglerhaus diente dem großen Arzt Paracelsus eine Zeitlang als Wohnstätte. Er wollte hier in Schwaz bei Sigmund Fieger die Kunst des Silberschmelzens und Alchemie erlernen. Über dem gotischen Portal weist eine Erzstufe auf die Verbindung des Hauses mit dem Bergbau hin (solche Erzbrocken – auch Handsteine genannt, finden sich an vielen Häusern in Schwaz).

Das Fuggerhaus entstand um 1525. Von hier aus leitete zeitweise Anton Fugger seine Weltfirma. Unterhalb des Erkers erinnert eine Kupferbüste (ein Werk des Schwazer Künstlers Prof. Sepp Baumgartner) an die Fugger. Das Haus ist jetzt Sitz der Tertiar-Schulschwestern.

Das Franziskanerkloster wurde 1507 von Kaiser Maximilian 1. gegründet. Die Kirche des Klosters zum Heiligen Franziskus ist wohl die schönste Bettelordenskirche im Alpenraum. Sie wurde nach den Plänen von Christof Reichartinger gebaut (1508-1515). Auf zwei der vielen Kostbarkeiten sei besonders hingewiesen: Das Steinkreuz von Loy Hering aus dem Jahre 1521 und die Glasfenster des bekannten Schwazer Künstlers Prof. Fred Hochschwarzer. Ein einzigartiges Juwel als Ganzes stellt der Kreuzgang des Klosters dar.

Er wurde von Pater Wilhelm von Schwaben mit Szenen aus der Passion Christi ausgeschmückt. Vom Kreuzgang kommt man in die Bonaventurakapelle. Sie diente während der Bauzeit als vorläufige Klosterkirche. Besonders sehenswert sind die das Altarkreuz umfassenden Reliefs mit Szenen aus dem Leben Christi.

Das Handelshaus ist heute das Rathaus der Stadt Schwaz. Es wurde 1500-1509 von den Gewerken Hans und Jörg Stöckl erbaut und ist der gewaltigste nichtkirchliche Bau aus der Bergwerkszeit. Nach dem Verkauf an den Landesfürsten wurde hier auch die oberste staatliche Bergbaubehörde eingerichtet. Mehrmals jährlich finden in den weitläufigen Gängen Ausstellungen namhafter Künstler statt. Unter dem Erker zum Stadtplatz steht das Bronzestandbild des Jörg von Freundsberg von Ludwig Penz, einem der bekanntesten Bildhauer Tirols. Der Hof zeigt drei Stockwerke mit Arkadengängen.

Die Spitalskirche am linken Innufer wurde 1515 – 1543 von Meister Konrad Vogl erbaut. Ihr Äußeres ist fast unversehrt aus der Bauzeit erhalten geblieben.

Die Steinbrücke wurde in den Jahren 1928/29 anstelle einer früheren Holzbrücke errichtet. Planer war der berühmte österreichische Architekt Clemens Holzmeister.

St. Martin beherbergte unter Kaiser Maximilian 1. ein Kloster von Augustiner Eremitinnen. Die Kirche wurde 1510-1521 von Jenewein Angerer errichtet. Sie birgt Fresken des großen Barockkünstlers Christoph Anton Mayr.

Die Burg Freundsberg thront hoch über Schwaz auf einem weithin sichtbaren Hügel. Sie war Stammsitz der seit 1122 urkundlich nachweisbaren Herren von Freundsberg, die als Ministerialien der Grafen von Andechs und später der Tiroler Landesfürsten bald zu Macht und Ansehen gelangten. Der Burgfried ( Turm ) von Burg Freundsberg, dessen älteste Mauerreste ins 12. Jh. datiert werden, hat sich als einziger Bestand der ursprünglichen Anlage erhalten. Beim Neubau um 1230 wurde auf diesen ältesten, romanischen Teilen der Anlage aufgebaut. 1467 kam die Burg durch Gütertausch in den Besitz von Siegmund des Münzreichen, der sie 1472 – 1475 zum Jagdschloss ausbauen ließ. Eine wesentliche Veränderung der Burganlage erfolgte um 1630, als der Palais und die Kapelle zu einer neuen Schlosskirche im Stil der Renaissance umgebaut wurden. Während der Bayrischen Regierung in Tirol wurde Burg Freundsberg im Jahre 1812 von König Ludwig I. von Bayern der Gemeinde Schwaz als Geschenk überlassen.

Im Jahre 1176 erfolgte die Weihe der ersten Burgkapelle durch den Legaten des Römischen Stuhles, Erzbischof Konrad von Mainz. Von der durch Siegmund von Tirol umgebauten und 1477 geweihten Schlosskirche ist heute noch ein Fresko vorhanden, das die vierzehn Nothelfer darstellt. Sie stellt somit ein seltenes Denkmal der Renaissance in Tirol dar. Seit der letzten umfassenden Renovierung und der 1977 erfolgten Wiederweihe der Schlosskirche wurde diese sowohl kirchlich ( z.B. Hochzeiten, Messen, Andachten ) als auch kulturell ( Theater, Konzerte, Lesungen ) genutzt.

Öffnungszeiten Burgschenke:
März – Dezember
Sommerzeiten: April-Oktober von 10:00-22:oo Uhr (bei Abendgesellschaften länger geöffnet)
Winterzeiten: November, Dezember, März von 11:30-22:00 Uhr (bei Abendgesellschaften länger geöffnet)
Montag Ruhetag

Öffnungszeiten Museum:
März – Dezember
Sommerzeiten: April-Oktober von 10:00-17:00 Uhr
Winterzeiten: November, Dezember, März von 11:30-17:00 Uhr
(Nach Vereinbarung längere Öffnungszeiten möglich)
Montag Ruhetag

Auskunft und Information:
Burg Freundsberg / Freundsberg 55 / 6130 Schwaz
Tel. + Fax: 05242/651 29
www.freundsberg.com
info@freundsberg.com

 

Das Schau-Silberbergwerk: Mit der Grubenbahn beginnt die aufregende Einfahrt in die Welt unter Tag, vorbei an Sinter- und Tropfsteinbildungen. Die harte Vergangenheit wird Wirklichkeit. Lichtschatten, Dunkelheit und eine geheimnisvolle Atmosphäre erwartet Sie. Geöffnet in der Hauptsaison (Mai - September) täglich von 9:00 bis 17:00 und in der Nebensaison (Oktober - April) täglich von 10:00 bis 16:00. Mitte November bis 25. Dezember wegen Revisionsarbeiten geschlossen.

Haus der Völker: St. Martin 16, Museum für Kunst- und Ethnographie. Täglich von 9.30 – 18.00 Uhr geöffnet.

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